Psychosomatische Beschwerden

Körper und Psyche

„Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen.“
Platon, ca. 400 v. Chr.

Diesen Zusammenhang hast du bestimmt schon einmal gehört. Aber was bedeutet er eigentlich?

Vor allem eines: Deine Beschwerden sind nicht eingebildet.

Körper und Psyche beeinflussen sich gegenseitig. Hinter Beschwerden kann eine körperliche Ursache stecken – manchmal lohnt sich deshalb eine naturheilkundliche Diagnostik. Und manchmal lohnt sich der Blick darauf, was deine Psyche gerade mit deinem Körper macht.

Beides gehört für mich zusammen.

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Eine persönliche Erfahrung

Vielleicht ein Beispiel aus meinem eigenen Leben:

Ich hatte früher immer wieder heftige Hexenschüsse. Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich mich irgendwann gefragt: Warum passiert mir das eigentlich immer wieder?

Damals hatte ich fünf Kinder, habe gearbeitet, den Haushalt organisiert und war oft alleine mit allem. Ich konnte häufig einfach nicht mehr – und trotzdem hörte ich von meiner Familie immer wieder: „Du schaffst das schon.“

Irgendwann wurde mir klar, dass ich meine Bedürfnisse deutlicher aussprechen musste. Ich lernte, anders zu kommunizieren und besser darauf zu achten, wann meine eigenen Grenzen erreicht waren.

Seitdem hatte ich keinen Hexenschuss mehr.

Für mich war das eine wichtige Erfahrung: Manchmal lohnt es sich, nicht nur zu fragen, was weh tut, sondern auch, was uns unser Körper vielleicht sagen möchte.

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Körper und Psyche gehören zusammen

Wir bestehen nicht nur aus einem Körper, der möglichst gut funktionieren soll. Unser Körper reagiert auf das, was wir fühlen und erleben.

Dafür kennt unsere Sprache schon lange wunderbare Bilder:

  • „Das schlägt mir auf den Magen.“

  • „Mir läuft die Galle über.“

  • „Ich kann diese Last nicht mehr tragen.“

Und manchmal zeigt sich psychische Belastung auch ganz körperlich – zum Beispiel durch Magen- oder Darmbeschwerden, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder andere körperliche Symptome.

Körper und Psyche beeinflussen sich gegenseitig. Für mich gehört deshalb beides zu einer guten Betrachtung deiner Beschwerden.

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Körper und Seele zusammen betrachten

Psychosomatische Beschwerden kennt wahrscheinlich fast jeder aus eigener Erfahrung. Stress kann auf den Magen schlagen, den Schlaf rauben, Verspannungen verstärken oder uns einfach dauerhaft erschöpfen.

Warum also Körper und Psyche getrennt betrachten? Beides bist du!

Für mich gehören beide zusammen.

Wenn die Seele unter großem Druck steht, reagiert auch der Körper. Und manchmal ist es genau der Körper, der uns darauf aufmerksam macht, dass etwas nicht mehr im Gleichgewicht ist.

Deshalb möchte ich bei meinen Behandlungen nicht nur das einzelne Symptom betrachten. Ich schaue gemeinsam mit dir auf das gesamte Bild – auf deinen Körper, deine Lebenssituation und das, was dich gerade belastet.

Manchmal braucht es eben mehr als einen Blickwinkel, um wieder einen Weg nach vorne zu finden.

 

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Darm, Körper und Psyche

Ein weiterer Bereich, den ich bei meinen Betrachtungen wichtig finde, ist der Darm. Hier treffen Außen- und Innenwelt aufeinander – und nicht umsonst sprechen wir von unserem Bauchgefühl.

Stress, Ernährung, Medikamente und andere Einflüsse können das Zusammenspiel im Darm verändern. Deshalb kann auch ein Blick auf die körperliche Seite sinnvoll sein. Je nach Situation kann eine naturheilkundliche Labordiagnostik dabei zusätzliche Hinweise geben.

Aber damit allein ist es manchmal nicht getan.

Wenn wir dauerhaft unter bestimmten Belastungen leiden, lohnt sich auch die Frage: Warum reagiere ich eigentlich immer wieder so?

Oft stecken dahinter alte Erfahrungen und Glaubenssätze, die uns gar nicht bewusst sind und trotzdem unser Denken und Handeln beeinflussen.

Genau diese unbewussten Muster finde ich spannend. Wenn wir sie erkennen, können wir beginnen, sie zu hinterfragen – und manchmal entsteht dadurch ganz von selbst ein neuer Handlungsspielraum.

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